Alleine schaffe ich es nicht, deshalb suche ich Unterstützung und habe mich mit meiner Anfrage an verschiedene Stellen gewandt.

Was passiert mit Menschen in Niederösterreich, die an kalten Tagen oder Nächten keinen sicheren Schlafplatz haben?
Was mir das Land Niederösterreich mitgeteilt hat
Das Land Niederösterreich teilte mir mit, dass derzeit zwei zentrale Notschlafstellen bestehen: die Emmausgemeinschaft St. Pölten sowie der Verein für soziale Betreuung NÖ Süd in Wiener Neustadt. Insgesamt stehen dort nach Angaben des Landes 40 Notschlafplätze zur Verfügung.
Außerhalb dieser Regionen soll ein Netzwerk aus Sozialvereinen, Bezirksverwaltungsbehörden, Rettung und Polizei dafür sorgen, dass im Bedarfsfall ein geeignetes Betreuungsangebot gefunden wird.
Kontakt bei Kälte
Das Land Niederösterreich teilte mir mit, dass bei Sichtung von kältegefährdeten Menschen folgende Notschlafstellen telefonisch erreichbar sind:
Emmausgemeinschaft St. Pölten
📞 0676 88644702
rund um die Uhr (0–24 Uhr)
Verein für soziale Betreuung NÖ Süd
📞 02622 23191
0–13 Uhr und 17–24 Uhr
Wenn Menschen an Kältetagen oder in Kältenächten auf der Straße schlafen und Hilfe benötigen, kann man sich an diese Nummern wenden.
Bei einer akuten Gefährdung von Gesundheit oder Leben ist unverzüglich die Rettung unter 144 zu verständigen.
Gibt es ein landesweites Kältetelefon?
Ein landesweites Kältetelefon besteht derzeit noch nicht.
Das Land Niederösterreich teilte mir mit, dass die Einrichtung einer landesweiten Telefonnummer gegenwärtig noch geprüft wird. Als Flächenbundesland stehe Niederösterreich dabei vor besonderen Herausforderungen. Der regionale Bedarf werde regelmäßig evaluiert.
Was Emmaus dazu sagt
Auch Emmaus hat mir Informationen zu den bestehenden Angeboten gegeben.
Die Angebote stehen grundsätzlich allen offen. Als Voraussetzungen werden Freiwilligkeit und die Einhaltung der Hausregeln genannt.
Wer keinen Schlafplatz hat oder keinen nutzen möchte, kann die Tageszentren nutzen. Dort gibt es unter anderem Essen, Duschen, warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke.
Emmaus steht nach eigener Auskunft außerdem im guten Austausch mit den zuständigen Stellen.
Eine weitere Rückmeldung steht noch aus
Der Verein der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF) hat mir mitgeteilt, dass die Anfrage intern abgestimmt wird und anschließend eine Einschätzung folgt.
Dabei geht es unter anderem um die Situation von Frauen mit Kindern sowie um den Zusammenhang von Gewalt, fehlendem Schutz und Obdachlosigkeit.
Diese Rückmeldung liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.
Ich gebe nicht auf
Ich möchte genauer wissen, welche Möglichkeiten Menschen in Niederösterreich tatsächlich haben, wenn sie bei Kälte keinen sicheren Schlafplatz haben – und ob die bestehenden Strukturen überall ausreichend greifen.
Alleine schaffe ich es nicht. Deshalb suche ich Unterstützung und recherchiere weiter.
Quellen & Zeitstand
Stand: 29. September 2026
Land Niederösterreich: Antwort der Abteilung Soziales und Generationenförderung auf meine Anfrage vom 6. September 2026.
Emmausgemeinschaft: persönliche Rückmeldung im Rahmen meiner Recherche.
Verein der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF): Rückmeldung von Lydia Mantler, Leitung Öffentlichkeitsarbeit. Eine ausführliche Einschätzung wurde angekündigt und steht noch aus.
Ergänzende öffentliche Quelle: Das Land Niederösterreich führt die Notschlafstellen in seiner Übersicht zur Obdachlosenhilfe. Dort werden die Emmausgemeinschaft in St. Pölten und der Verein für Soziale Betreuung NÖ Süd in Wiener Neustadt als Träger von Notschlafstellen genannt. Auch Tageszentren der Emmausgemeinschaft in St. Pölten sind dort angeführt. (noe.gv.at)
Hinweis: Die Angaben in diesem Beitrag geben den recherchierten Stand vom 29. September 2026 wieder. Telefonnummern, Erreichbarkeiten und Angebote können sich ändern. Bei akuter Gefahr für Gesundheit oder Leben gilt der Notruf 144.
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