blauezone #melk #pbz #hospiz
Seit der Einführung der Blauen Zone beim Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) sowie beim Hospiz Melk ist mittlerweile einige Zeit vergangen.
Die Maßnahme wurde seinerzeit mit unterschiedlichen Argumenten begründet. Aus Sicht vieler Betroffener entstand jedoch der Eindruck, dass insbesondere Angehörige älterer, pflegebedürftiger, schwerkranker oder sterbender Menschen zusätzlich finanziell belastet werden.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Aussage: „Das gönnt man sich einfach, wenn einem der Mitmensch etwas wert ist.“
Eine derartige Formulierung empfand ich als befremdlich, da sie den Eindruck erweckt, dass die Bereitschaft zur Unterstützung nahestehender Menschen an die Akzeptanz zusätzlicher Kosten geknüpft wird.
Darüber hinaus wurde argumentiert, dass sich die Stadt Melk in einer finanziell angespannten Situation befinde und daher alle Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag leisten müssten.
Demnach würden die Parkgebühren einen Teil zur Bewältigung dieser Herausforderungen beitragen.
Als weiterer Rechtfertigungsgrund wurde angeführt, dass auch beim Landesklinikum Melk eine vergleichbare Parkplatzbewirtschaftung besteht.
Diese Argumentation erscheint jedoch nur bedingt überzeugend.
Sowohl Besuche in einem Krankenhaus als auch in einem Pflegeheim oder Hospiz erfolgen in der Regel nicht aus Freizeitgründen, sondern aufgrund familiärer, gesundheitlicher oder sozialer Verpflichtungen.
Bemerkenswert ist zudem, dass die Blaue Zone in der Melker Altstadt nach anderen Rahmenbedingungen organisiert wird als jene beim PBZ, Hospiz Melk und Landesklinikum Melk.
Derzeit gelten folgende Regelungen:
Blaue Zone:
- Bewirtschaftete Parkzeit:
Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr sowie von 13:30 bis 18:00 Uhr, Samstag von 8:00 bis 12:00 Uhr - Touristenparkplatz Räcking: zusätzlich Samstag von 13:30 bis 18:00 Uhr
- Parkplatz Gartenweg, Parkplatz Landesklinikum (Himmelreichstraße) und Josef-Dallinger-Straße: Montag bis Sonntag von 8:00 bis 18:00 Uhr
- Maximale Parkdauer: 180 Minuten
- Erste Stunde: 0,60 Euro
- Jede weitere halbe Stunde: 0,90 Euro
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, weshalb innerhalb derselben Stadt unterschiedliche Regelungen zur Parkplatzbewirtschaftung bestehen.
Eine einheitliche Gestaltung hätte aus verwaltungstechnischer Sicht möglicherweise für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit gesorgt.
Interessant ist zudem die aktuelle Entwicklung:
Entsprechen die erzielten Einnahmen tatsächlich den ursprünglichen Erwartungen? Kann mittlerweile von einem nennenswerten finanziellen Erfolg gesprochen werden?
Die nachfolgende Aufnahme zeigt die gegenwärtige Situation und liefert eine Momentaufnahme der tatsächlichen Auslastung.
Fotos 17. Juni 2026
Gerne freue ich mich auf eure Antworten! Danke.
Park- Einnahmen sehen anders aus

Hinterlasse einen Kommentar