Pflicht-Praktikum unbezahlt

Pflicht Praktikum unbezahlt – #bezirkmelk

Ein besorgter Elternteil berichtet:

„Mein Kind hat ein Pflichtpraktikum zugeteilt bekommen.“

Dies war anfangs eine tolle Sache bis man sich Sorgen machen musste betreffend der Entfernung.

Das Ehepaar teilt sich ein Auto und dieses muss aufgrund der Entfernung zum Praktikum-Platz und der fehlenden öffentlichen Verbindungen nun dem Kind zur Verfügung gestellt werden.
Die Eltern fanden zum Glück andere Wege mittels Fahrgemeinschaft und können somit selbst an ihren Arbeitsplatz gelangen.

Weiter wird mitgeteilt:
„Das Praktikum ist völlig unbezahlt, die Kosten für die Tankrechnungen müssen mein Mann und ich selbst finanzieren. Das Kind verdient ja nix dort!“

Die Praktikumsstätte erhält wie mir berichtet wurde, einen Betrag von 500 Euro.
Der Praktikant erhält davon wie schon erwähnt aber keinen Cent.

Oft sind Stunden auch geblockt- sprich, 1 Stunde Arbeit und 6 Stunden Freizeit dafür sind danach wieder einige Stunden am gleichen Tag zu absolvieren.

Wenn der Auszubildende sich entscheidet nach dieser 1 Stunde die Freizeit zuhause zu verbringen, wäre es eine Wegstrecke von insgesamt 80 km an einem Tag auf Kosten der Eltern.
So ist die junge Person gezwungen, einige Stunden im Ort der Praktikums-Stelle auszuharren.
Die Möglichkeit zum Aufenthalt in der Ausbildungsstätte wäre gegeben aber so teilte man mir mit, bevorzugt der Jugendliche, dies nicht. Man sagte mir „welcher normale Mensch hockt da blöd herum und wartet?“
Ich fragte ob man mit der Praktikumsstelle darüber gesprochen habe und bekam als Antwort, dies sei geschehen.
Der Jugendliche hat dies selbst gemacht und als Antwort die Worte
„Gleich am Anfang machst schon Probleme!“ erhalten.

Ebenso werden noch Einbringstunden in der Schule geleistet – dies natürlich nach dem Praktikum.
Das heißt: im November beginnen dann die Einbringstunden.
Die besorgte Erziehungsberechtigte betont, dies erfolgt auch nur damit die Lehrkräfte keine Minusstunden ansammeln.

Ich war wirklich schockiert über diese Zustände und habe umgehend meine Hilfe angeboten.

Sehr ersuche ich euch, wenn ihr euch in ähnlicher Situation befindet, eure Geschehnisse in den Kommentaren für die derzeit noch anonym bleibenden Personen, hier einzustellen.

Gemeinsam kann man oft mehr bewirken und wenn es „nur“ Zeilen des Miteinanders sind.

Ich werde mich in den kommenden Tagen wieder mit dem Elternteil in Verbindung setzen um zu sehen was sich in der Zwischenzeit getan hat und dann zeitnah berichten.

Vielen vielen Dank

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